Verbreitung Es werden 3 Unterarten von Babesia canis unterschieden, deren Existenz jeweils an das Vorkommen der  spezifischen Zeckenart gebunden ist:  Babesia canis vogeli, übertragen von  Rhipicephalus sanguineus (Braune Hundezecke); weltweit  vorkommend in warmen Klimazonen  Babesia canis canis, übertragen von Dermacentor reticulatus (auch „Buntzecke“); mosaikartig  vorkommend im europäischen Raum  Babesia gibsoni, übertragen von Hyalomma spp. und Haemaphysalis spp. (mehrere Arten);  vorkommend in Afrika und im südasiatischen Raum  Babesia canis ist an das Vorkommen der übertragenden Zeckenarten gebunden. Schwerpunkte liegen  weltweit in  warmen Klimagebieten, in Europa im mediterranen Raum sowie in Südengland, Südfrankreich,  Ungarn und in anderen klimatisch ähnlich begünstigten Gebieten Mitteleuropas.   Autochthone Infektionen durch D.reticulatus sind auch aus Deutschland bekannt.  Klinik  Die Babesiose des Hundes tritt in verschiedenen klinischen Formen auf und die Symptome variieren von  akuten bis zu chronischen Verlaufsformen. Hunde sind in jedem Alter empfänglich. In endemischen Gebieten  werden sie bereits im Welpenalter infiziert, wobei der Verlauf milder ist. Aus nicht endemischen Gebieten  eingeführte Hunde (Reise) erkranken jedoch meist schwer und die akute Infektion verläuft unbehandelt häufig  letal. Die Inkubationszeit beträgt 1 - 3 Wochen. Die Erkrankung beginnt im akuten Stadium mit Fieber,  Appetitlosigkeit, Apathie, gefolgt von raschem Konditions- und Gewichtsverlust. Es werden Anämie, im Labor  Thrombozytopenie und oft Ikterus festgestellt. Kaffeebraun bis dunkelrot gefärbter Urin (Hämoglobinurie) ist  pathognomisch und Folge der massenhaften Zerstörung der Erythrozyten.  Ödeme und Blutungen an den  sichtbaren Schleimhäuten können beobachtet werden.