Klinik  Das klinische Bild zeigt häufig nur unspezifische Symptome, wie Gewichtsverlust und Anorexie. Im weiteren  Verlauf der Erkrankung kommen dann typische Symptome wie Hautveränderungen (ohne Juckreiz, im  Gegensatz zur Sarkoptesräude), Hyperkeratose, Alopezie, Depigmentation und Ulzerationen, vor allem an den  Ohrränder, der Nase, um die Augen (Brillenbildung) und interdigital, dazu. Weitere mit einer Leismaniose  assoziierte Symptome sind Lymphadenopathie, Hepato- u. Splenomegalie, Polyurie, Polydipsie und Epistaxis.   Die Erkrankung geht häufig mit Veränderungen im Blutbild (Leukozytose, Lymphopenie, Thrombozytopenie)  und einer Erhöhung der Leberwerte einher. Die Serumelektrophorese zeigt Hypoalbuminämie, Hyperglobulin-,  sowie Hypergammaglobulinämie. Das Gesamtprotein ist erhöht, und es liegt eine Proteinurie, sowie, durch die  Vermehrung stickstoffhaltiger Endprodukte im Blut, häufig eine Azotämie vor.  Diagnose Die parasitologische Diagnose erfolgt bei klinisch auffälligen Hunden durch den Nachweis amastigoter Stadien  aus Lymphknoten- oder Knochenmarkspunktaten. Bei negativem Befund sollte eine zusätzliche Kontrolle durch  die kulturelle Erregeranzucht oder den DNA-Nachweis (PCR) erfolgen. Auch der Nachweis von Antikörpern aus  dem Serum ist bei wenig protrahiertem Verlauf möglich. Hierbei ist eine Titerverlaufskontrolle notwendig, bei der  im positiven Falle der Titer der zweiten Untersuchung im Vergleich zur ersten um wenigstens 2 Titerstufen  ansteigen muss. Therapie Für die Therapie stehen  Präparate aus der Humanmedizin zur Verfügung. Allopurinol® (Ratiopharm) und  Zyklorik® (Glaxo Wellcome) 15 mg / kg p.o. 2x täglich über 4 Wochen, je nach klinischer Symptomatik bis zu 6  Monaten. Die Kombination von Allopurinol und Glucantime soll noch effizienter sein und die Fälle von Rezidiven  senken. Beachte:  Unterschiede zwischen Hunden nach Reise und importierten Hunden  Bei der Bewertung der Antikörper muss deutlich zwischen Hunden, die auf Reisen in Endemiegebiete  mitgenommen wurden,  und importierten, in Endemiegebieten aufgewachsenen Hunden unterschieden werden.  Importierte Hunde weisen oft einen „normalen“ Durchseuchungstiter auf. Auch importierte Welpen können  bereits einen Antikörpertiter aufweisen, der aus der Aufnahme von Kolostrum resultiert. Bei einer Erkrankung ist  die Diagnose in solchen Fällen nur durch den direkten Erregernachweis im Ausstrich (Blut, Punktat), mittels  DNA-Nachweis (PCR, weist aber auch abgestorbene Erreger nach) oder durch die kulturelle Erregeranzucht  vorhandener lebender Erreger (Leishmanien aus LK-Punktat) zu sichern.  Hunde, die erst in die Endemiegebiete einreisen, haben häufig noch keine Antikörper ausgebildet. Eine erste  Untersuchung direkt vor oder direkt nach der Reise, sowie eine Verlaufsuntersuchung im Abstand von 3  Wochen zur Reise bzw. zur Erstuntersuchung nach Reise sollten hier durchgeführt werden.